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Am sonnigen Maisamstag, 18., fuhren 7 U11 Mannschaften aus, um ihr Können im Finale der U11 in Platzierungen umzuwandeln. Der unmittelbar davor erschienene Zeitungsartikel über die TG der 3./4. Klassen sorgte für erheblichen Erwartungsdruck. Weniger im Fokus standen unsere allerjüngsten, die 2. Klässler, die aufgeteilt in 3 Mannschaften nach Wolfen fuhren. Als blutige Anfänger, nach nur 2 Vorbereitungsturnieren und noch nicht im Vollbesitz aller notwendigen Techniken des Volleyballs mussten sie sich im B Finale die Plätze 4; 5; und 6 teilen. Das soll sich in der nächsten Saison gewaltig verändern.

Gleiches hatten im vergangenen Jahr auch die jetzigen 3. Klässler ertragen müssen. Dieses Jahr sollte sich das ändern, schließlich hatten wir mit Schuljahresbeginn auf 3 Trainingseinheiten pro Woche umgestellt, an der U12 und sogar an der U13 teilgenommen. Alle Investitionen waren letztendlich Vorbereitung auf den Jahreshöhepunkt der Jungen und Mädchen. Das A Finale in Köthen war in diesem Jahr etwas ganz Besonderes, denn die wenigen volleyballspielenden Jungen in Sachsen- Anhalt wurden prima integriert. In 2 4er Staffeln wurde die Vorrunde gespielt. Die Burger Jungs in einer, die Jungen aus Halle in der anderen Staffel. Dadurch konnten sich beide Teams perfekt vorbereiten und man konnte bereits schauen, was die jeweilige andere Mannschaft für Stärken und Schwächen hatte. Bald war klar, dies wird ein Finale auf Kante…  Die Mädchen machten ihren „Job“, zeigten, dass man auch in einer u11 gepflegten Volleyball spielen kann, dauerhaft über 3 Bälle eine „Angriffsvariante“ suchte. 2 USV Mannschaften mussten zwangsläufig in der Vorrunde aufeinandertreffen. Beide konnten ihr jeweiliges Spiel gegen Zörbig positiv gestalten, so dass es um den Staffelsieg ging. Da das Kreuz noch bevor stand konnten hier, wie auch gegen die Jungs auch die Ergänzungsspieler ihr Können zeigen. Die Mannschaft, die auf GS Ziebigk und den Gastgeber traf, tat sich schwerer. Noch am freitäglichen Abschlusstraining war alles palletti, doch am Wettkampftag kam Bruder Nervosität ins Spiel, Annahme und Verteidigung waren völlig in Ordnung, doch der Aufschlag………. Ganze 50% wollten ihr Ziel nicht erreichen. Ziebigk ihrerseits nutzten das Regelwerk gnadenlos aus, machten sehr gute fehlerfreie Aufschläge und versuchten erst gar nicht Spielaufbau zu betreiben. So mussten wir in den 3. Satz und hatten Matchball, aber auch der war „Aus“ und wir verloren denkbar knapp. Gegen Kleinpaschleben war es kaum besser, der Aufschlag wollte einfach nicht, jedoch reicht es für 2 gewonnene Sätze.

Dann war Showtime, das Final der Jungs, währen die Mädchen die Kreuze spielten. Da es auf ein Neues gegen die tennisartig spielenden Dessauer ging hatte ich dort meinen Fokus, Vivien Hirsch betreute unsere Jungen. Die knappe Kiste wurde knapp. Kaum konnte sich eine Mannschaft 2Punkte absetzen, war sie auch wieder 2 hinten. Technische Feinheiten kann man in einer U11 noch nicht erwarten, doch das Festhalten von Bällen hat wenig mit Volleyball zu tun, so war Ärger vorprogrammiert. Satz1 knapp gewonnen, Satz 2 auf Messers Schneide….. Inzwischen hatte unsere Mädchenmannschaft die GS Ziebigk fester im Griff, als die der Vorrunde, mit 2:0 eroberte sich eine USV Mannschaft das Finale.

Am Rande eines Nervenzusammenbruches übernahm ich beim Spielstand von 18:20 die Jungs, musste nur wenig eingreifen, war mehr Motivator und hatte den entscheidenden Tipp in der Auszeit. Mit 25:23 hatten wir den 1. Landesmeister in der Tasche. Damit war klar, es wird eine „Meisterfeier“ geben.

Da im 2. weiblichen Halbfinale 2 USV Mannschaften aufeinandertrafen, war ein reines USV Finale klar. 2. Meister und Silber gesichert. Bleibt die Dramatik des Tages, die Vorrundengegner USV und Ziebigk um Platz 3. Nun sollte aber der Aufschlag gelingen. Klar war, den besseren Ball spielen wir, die meisten eigenen Fehler, wie im Vorrundenspiel wollten wir vermeiden. Nein, an diesem Tag wurde die Fehlerquote einfach nicht besser, mit nur der Hälfte gelungener Aufschläge konnten wir der Einfachheit des Spiels des Gegners wenig entgegensetzen, so dass ein deutlicheres 0:2 entstand. Den kompletten Medaillensatz knapp verfehlt flossen Tränen, die erst bei der Party trocknen wollten.

Text: Klaus Döhler

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